Stella Grotendiek

Geboren und aufgewachsen bin ich in Polen, in einem kleinen Dorf an der Weichsel, ca. 120 km südlich von Danzig.
Nach meiner Ausbildung zur Landwirtin habe ich  eine Zeitlang auf dem elterlichen Hof mitgeholfen.
Anschließend, vor nun bald 20 Jahren, hat mein Weg mich nach Deutschland geführt, wo ich erst Tagesmutter geworden bin
und schließlich eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin absolviert habe.
Nach beruflichen Stationen in zwei Hagener Krankenhäusern bin ich heute in einer ambulanten Intensiv- und Beatmungspflege tätig.
Schon als Kind haben mich die satten Farben der Natur im Spiel der Jahreszeiten fasziniert.
Gerne erinnere ich mich, wie ich damals in den Sommern nach getaner Arbeit auf dem Bauernhof meiner Eltern oft barfuß durch Wiesen gelaufen bin
und dabei den herrlichen Duft der Blumen und Gräser genossen habe. So manches Mal habe ich dann auch einfach nur im Gras gelegen und versucht,
 in den vorüberziehenden Wolken Figuren zu erkennen. Erst im Sommer 2017 habe ich während eines Urlaubs auf der Nordseeinsel Langeoog dann meine Liebe zur Malerei entdeckt.
Der ausgedehnte, oft nahezu menschenleere Strand, das kräftige Himmelsblau und das Auf und Ab der Gezeiten haben mich inspiriert,
selbst zu Pinsel und Farbe zu greifen. Anfangs verwendete ich noch überwiegend Pastellkreiden, wobei ich mich u.a. durch Bücher und DVDs leiten ließ.
Heute bevorzuge ich indes Ölfarben. In meinen Bildern, die inzwischen auch andere Motive aufgreifen als Meer und Strand, geht es mir vor allem darum, Stimmungen nachzuspüren und festzuhalten.
Wenn ich male, tauche ich jedes Mal selbst ein in die Welt, deren wortlose, einzigartige Sprache ich immer aufs Neue einzufangen versuche.